Dezentralisierung oder demokratische Frustration? Kommunalwahlen in Tunesien

Wenn die Tune­si­er am 6. Mai an die Urnen gehen, ent­schei­den sie nicht nur über den Aus­gang der lang­ersehn­ten Kom­mu­nal­wah­len, son­dern auch über die Zukunft der noch jun­gen tune­si­schen Demo­kra­tie.

Eigent­lich hät­te die Wahl, bei wel­cher 350 Kom­mu­nal­rä­te in Tune­si­en ernannt wer­den, 2016 statt­fin­den sol­len, um die loka­le Poli­tik in Tune­si­en demo­kra­tisch zu legi­ti­mie­ren. Aller­dings wur­de – von der Zivil­ge­sell­schaft stark kri­ti­siert – das Wahl­da­tum mehr­mals ver­scho­ben und 2017 die Zusam­men­set­zung der unab­hän­gi­gen Wahl­be­hör­de geän­dert. Die Wah­len sol­len nicht nur zei­gen, wie leben­dig die tune­si­sche Demo­kra­tie ist, son­dern auch ob die Dezen­tra­li­sie­rung, wie sie in der neu­en Ver­fas­sung nie­der­ge­schrie­ben ist, eine Chan­ce im Zen­tral­staat Tune­si­en hat.

Die Kom­mu­nal­wah­len könn­ten den demo­kra­ti­schen Enthu­si­as­mus der tune­si­schen Bevöl­ke­rung wie­der­her­stel­len oder aber zu demo­kra­ti­scher Frus­tra­ti­on füh­ren. Zwar war Tune­si­en das ers­te ara­bi­sche Land, das vom Free­dom House Index als frei gewer­tet wur­de (Free­dom House 2018) und von eini­gen For­schern als eta­blier­te Demo­kra­tie bezeich­net wird (Brown­lee et al. 2015:171). Aller­dings gibt es auch ver­mehrt For­scher, die die Mög­lich­keit einer Wie­der­her­stel­lung der alten Ord­nung dis­ku­tie­ren (Allal/Vannetzel 2017:11ff.; Klaus 2017:49ff.). Ange­sichts der 2017 erfolg­ten Annah­me des Geset­zes zur Rekon­zi­lia­ti­on, das eine Amnes­tie für eine Rei­he von Geschäfts­per­so­nen, die vom Sys­tem Ben Ali pro­fi­tiert haben beinhal­tet und durch die Zivil­ge­sell­schaft als Schritt weg von der Demo­kra­tie bewer­tet wird  könn­te die Kom­mu­nal­wahl auch anti­de­mo­kra­ti­sche Kräf­te stär­ken.  

Ins­ge­samt sieht die Zivil­ge­sell­schaft laut zahl­rei­chen vom Autor durch­ge­führ­ten Inter­views die loka­le Demo­kra­ti­sie­rung nicht nur als wich­ti­gen Schritt zur Ver­voll­stän­di­gung der Demo­kra­ti­sie­rung, son­dern auch als Mög­lich­keit auf loka­ler Ebe­ne Mit­be­stim­mung und sogar teil­wei­se finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit vom Zen­tral­staat zu ver­an­kern. Die vie­len Ver­schie­bun­gen der Wah­len haben aller­dings Zwei­fel an der Durch­set­zung loka­ler Unab­hän­gig­keit auf­kom­men las­sen und kurz vor den Wah­len scheint der Aus­gang mit Hin­blick auf die Stim­men­ver­tei­lung kom­plett offen.

For­schungs­pro­jekt
Im Rah­men eines For­schungs­pro­jek­tes (Suc­cès des mou­ve­ment soci­aux en Tune­sie) an der Uni­ver­si­tät Lau­sanne wird die Rol­le der Zivil­ge­sell­schaft in Tune­si­en nach 2011 näher beleuch­tet. Wäh­rend eine Rei­he von Stu­di­en die Rol­le sozia­ler Bewe­gun­gen für die ursprüng­li­chen Pro­tes­te in 2010/2011 ana­ly­siert, fokus­siert das For­schungs­pro­jekt auf die Zeit nach 2011, die sich als Pha­se der demo­kra­ti­schen Kon­so­li­die­rung beschrei­ben lässt.

Im Rah­men des For­schungs­pro­jekts wur­den eine Rei­he zivil­ge­sell­schaft­li­cher Lea­der aber auch eine Rei­he von geho­be­nen Staats­be­diens­te­ten zu ihrer Per­spek­ti­ve auf die Demo­kra­tie in Tune­si­en, sowie zu der Inter­ak­ti­on zwi­schen Zivil­ge­sell­schaft und Staat befragt. Ziel des Pro­jek­tes ist es, über eine Netz­werk­ana­ly­se ein­zel­ner Akteu­re, sowie deren Per­spek­ti­ve auf die Demo­kra­tie, nach­zu­voll­zie­hen an wel­chen Punk­ten Akteu­re inter­agie­ren. Zudem inter­es­siert, in wie weit die Visio­nen der Akteu­re einer tune­si­schen Demo­kra­tie durch die­se Netz­wer­ke beein­flusst wer­den.

Mit Bezug auf ver­schie­den Theo­ri­en sozia­ler Bewe­gun­gen (framing, net­works, out­co­mes), sowie mit Hil­fe von Inter­views und einer Medi­en­ana­ly­se soll geklärt wer­den, wel­che Zugangs­punk­te spe­zi­fi­schen Akteu­ren der Zivil­ge­sell­schaft offen­ste­hen und in wie weit die­se erfolgs­ver­spre­chend sind, um die Poli­tik zu beein­flus­sen. Die For­schung wird von der Uni­ver­si­tät Lau­sanne, sowie der Fon­da­ti­on de l’Université geför­dert.

Tune­si­en hat bereits eine Rei­he von Her­aus­for­de­run­gen im Demo­kra­ti­sie­rungs­pro­zess gemeis­tert, sei es die Wahl zur ver­fas­sungs­ge­ben­den Ver­samm­lung, die ers­ten frei­en Par­la­ments­wah­len nach Ben Ali, die dar­auf­fol­gen­den Prä­si­dent­schafts­wah­len oder zahl­rei­che Refor­men der poli­ti­schen Pro­zes­se. Nichts­des­to­trotz blei­ben noch zahl­rei­che wei­te­re Her­aus­for­de­run­gen wie die Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung (Labi­di 2014; Fatafta 2016:3), Kor­rup­ti­on (Ratka/Roux 2016:78; Inter­na­tio­nal Cri­sis Group 2015:11ff.) oder die anhal­ten­de wirt­schaft­li­che Sta­gna­ti­on (Tra­bel­si 2015:256f.; Hmed 2016:140; Bei­nin 2016:59),  die den Demo­kra­ti­sie­rungs­pro­zess beein­flus­sen.

Spe­zi­ell die Situa­ti­on im tune­si­schen Hin­ter­land ist schwie­rig, da Arbeits­lo­sig­keit, Armut und feh­len­de wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung fort­be­stehen. Torel­li hat bereits dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Pro­ble­me der peri­phe­ren Gebie­te auch poli­tisch auf  loka­lem Level und nicht sei­tens der Zen­tral­re­gie­rung zu lösen sei­en (Torel­li 2016). Hier­bei ist die Rele­vanz der demo­kra­ti­schen Legi­ti­mie­rung loka­ler Akteu­re her­vor­zu­he­ben. Tune­si­en bedarf star­ker regio­na­ler Ver­samm­lun­gen, die auch mehr Ver­ant­wor­tung ein­for­dern, wenn die Dezen­tra­li­sie­rung Wirk­lich­keit wer­den soll.

Vol­pi et al. (2016:377) haben dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Ver­schie­bung der Kom­mu­nal­wah­len dar­auf zurück­zu­füh­ren ist, dass ein poli­ti­scher Wett­be­werb ver­mie­den wird. Dem­nach ist die De-Prio­ri­sie­rung der Kom­mu­nal­wah­len auf ad-hoc Kon­struk­te wie Spe­zi­al­de­le­ga­tio­nen bzw. die Neu­ord­nung oder Bei­be­hal­tung exis­tie­ren­der Räte (je nach Macht­kon­stel­la­ti­on) zurück­zu­füh­ren, die bis­lang nicht (de-)legitimiert wur­den (Vol­pi et al. 2016 :380).  Die­ser Inter­pre­ta­ti­on fol­gend wäre es kein Wun­der, wenn die bereits sechs Mal ver­scho­be­nen Wah­len (ursprüng­lich 2016, dann Beginn, dann Herbst, dann Dezem­ber 2017, dann auf unbe­stimm­te Zeit, dar­auf­fol­gend März 2018 und Mai 2018) zu wei­te­ren Kon­flik­ten zwi­schen dann alten und neu­ge­wähl­ten Räten führt.

Die Situa­ti­on in Tune­si­en

Nach dem durch den Ara­bi­schen Früh­ling erzwun­ge­nen Ende Regimes von Ben Ali 2010 fan­den zunächst Wah­len zu einer ver­fas­sungs­ge­ben­den Ver­samm­lung statt. Die­se erar­bei­te­te die inzwi­schen in Kraft getre­te­ne Ver­fas­sung. 2014 fan­den zudem die ers­ten frei­en, demo­kra­ti­schen Par­la­ments- und Prä­si­dent­schafts­wah­len statt, die von der Par­tei Nida Tou­nes, respek­ti­ve deren Anfüh­rer Beji Caid Esseb­si, gewon­nen wur­den. Bei den Par­la­ments­wah­len schaff­te es Ennah­dha, eine Par­tei mit reli­giö­sen Wur­zeln, auf den zwei­ten Rang. Inzwi­schen ist Ennah­dha sogar die stärks­te Frak­ti­on im Par­la­ment, nach­dem sich eine Par­tei von Nida Tou­nes 2016 abge­spal­ten hat. Die Regie­rung wird aus einer Mischung von Nida Tou­nes, Ennah­dha und wei­te­rer klei­ne­rer Par­tei­en gebil­det.

Seit dem Ende des Regimes von Ben Ali besteht bereits die 8. Regie­rung (klei­ne­re Ände­run­gen nicht mit­ge­zählt). Wäh­rend eini­ge Insti­tu­tio­nen wie die Wahr­heits­kom­mis­si­on oder die Medi­en­kon­troll­in­stanz bereits gegrün­det wur­den, sind ande­re wie das Ver­fas­sungs­ge­richt noch nicht exis­tent. Tune­si­en kämpft zudem mit einer man­geln­den Ent­wick­lung der Wirt­schaft, die stark vom Tou­ris­mus abhän­gig ist. Aber auch der Ter­ro­ris­mus und Sicher­heits­fra­gen wer­den von der Bevöl­ke­rung als wich­tig wahr­ge­nom­men.

Vie­les deu­tet dar­auf hin, dass der Sta­tus quo auf loka­ler Ebe­ne im Inter­es­se einer Rei­he von Akteu­ren ist, die ihre loka­le Macht durch Wah­len ver­lie­ren könn­ten. Mit Hin­blick auf die jet­zi­gen Akteu­re wird es poli­tisch span­nend, ob die­se auch die Wah­len in allen Regio­nen akzep­tie­ren oder ob eini­ge Akteu­re auf die bestehen­den, nicht demo­kra­tisch legi­ti­mier­ten Arran­ge­ments insis­tie­ren. Die Demo­kra­ti­sie­rung könn­te so zurück­ge­wor­fen wer­den, falls das Wahl­er­geb­nis tat­säch­lich nicht akzep­tiert wür­de.

Auch die Par­tei­en auf natio­na­lem Level könn­ten ein Inter­es­se dar­an haben, einer Dezen­tra­li­sie­rung ent­ge­gen­zu­wir­ken, gera­de wenn die Zusam­men­set­zung der loka­len Räte nicht den Macht­kon­stel­la­tio­nen auf natio­na­ler Ebe­ne ent­spricht. Ein weit­rei­chen­der Sieg nur einer Par­tei ist nicht zu erwar­ten, da die bei­den größ­ten Par­tei­en Nida Tou­nes und Ennah­dha, aber auch klei­ne­re Par­tei­en wie die Front Popu­lai­re oder die UPI Stim­men auf sich ver­ei­nen wer­den; sicher wer­den auch zahl­rei­che unab­hän­gi­ge Lis­ten einen rele­van­ten Stimm­an­teil erhal­ten. Bei einer Wahl­um­fra­ge Mit­te 2017 wur­den die unab­hän­gi­gen Lis­ten von 54% der Teil­neh­men­den als die Lis­ten genannt, wel­che sie wäh­len wer­den (Kapi­ta­lis 2017). Ob die­se die poli­ti­sche Land­schaft prä­gen kön­nen oder ob die gro­ßen Par­tei­en die Zeit seit­dem genutzt haben, um ihre Wäh­ler­an­tei­le aus­zu­bau­en, bleibt abzu­war­ten, da reprä­sen­ta­ti­ve Umfra­gen in Tune­si­en nicht regel­mä­ßig durch­ge­führt wer­den.

Auch auf natio­na­ler Ebe­ne könn­te eine Ver­schie­bung der Stim­men gegen­über den letz­ten natio­na­len Wahl eine Regie­rungs­um­bil­dung nach sich zie­hen, bevor 2019 Par­la­ments- und Prä­si­dent­schafts­wah­len anste­hen. Immer­hin deu­ten die Sta­tis­ti­ken zu den Kan­di­da­ten für die Kom­mu­nal­wah­len mit über 50% der Kan­di­da­ten unter 35 Jah­ren und nahe­zu 50% Frau­en dar­auf hin (Attia 2018), dass die neu­en loka­len Räte die oft kri­ti­sier­te Unter­re­prä­sen­ta­ti­on jün­ge­rer Bevöl­ke­rungs­grup­pen und Frau­en in der Poli­tik behe­ben könn­ten. Schließ­lich wird die Fra­ge, ob lokal gewähl­te Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker in der Lage sind, mehr Kom­pe­ten­zen ein­zu­for­dern, effek­tiv loka­le Poli­ti­ken umzu­set­zen und eine Lösung mit dem tune­si­schen Zen­tral­staat zu fin­den, nicht nur über den Erfolg der Dezen­tra­li­sie­rung, son­dern auch über den Erfolg der tune­si­schen Demo­kra­tie ent­schei­den.

 


 

Biblio­gra­phie

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Foto: Wiki­me­dia Com­mons

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