Vollzeitjob Bundesparlamentarier

Wie hoch ist der Arbeits­auf­wand der Mit­glie­der der eid­ge­nös­si­schen Räte? Wie­viel ver­die­nen Par­la­ments­mit­glie­der? Eine neue Stu­die der Uni­ver­si­tät Genf gibt Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen. Ver­gleicht man die Resul­ta­te die­ser Stu­die mit frü­he­ren Unter­su­chun­gen, zeigt sich ein­mal mehr, dass auf Bun­des­ebe­ne von einem Neben­amt kei­ne Rede mehr sein kann.

Mitt­ler­wei­le beträgt die Arbeits­last für ein Natio­nal­rats­man­dat bei vie­len Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er über acht­zig Pro­zent, für ein Stän­de­rats­man­dat über sieb­zig Pro­zent der Nor­mal­ar­beits­zeit, wie eine neue Stu­die der Uni­ver­si­tät Genf zeigt (Scia­ri­ni et al. 2017). Die Ent­schä­di­gung liegt für die meis­ten Par­la­ments­mit­glie­der im Bereich von gut 60’000 bis 90’000 Schwei­zer Fran­ken. Folg­lich kann kaum mehr von einem Neben­amt gespro­chen wer­den, zumin­dest nicht bei den­je­ni­gen Par­la­ments­mit­glie­der, die bereit sind, über ihre Arbeits­si­tua­ti­on Aus­kunft zu geben.

Der Arbeitsaufwand für ein Mandat in der Bundesversammlung

Seit den 1970er Jah­ren wird ver­sucht, dem par­la­men­ta­ri­schen Auf­wand auf den Grund zu gehen und die Fra­ge zu beant­wor­ten, inwie­weit noch von einem Miliz­par­la­ment gespro­chen wer­den kann. Das Miliz­sys­tem wird als “ein im öffent­li­chen Leben der Schweiz ver­brei­te­tes Orga­ni­sa­ti­ons­prin­zip, das auf der repu­bli­ka­ni­schen Vor­stel­lung beruht, wonach ein jeder dazu befä­hig­te Bür­ger neben- oder ehren­amt­lich öffent­li­che Ämter und Auf­ga­ben zu über­neh­men hat” defi­niert (Kley 2009).

Eine Befra­gung von Kerr et al., an der prak­tisch alle dama­li­gen Par­la­ments­an­ge­hö­ri­gen teil­nah­men, zeig­te, dass Par­la­ments­mit­glie­der bereits in den 1970er im Durch­schnitt gut die Hälf­te der Arbeits­zeit ins Man­dat auf natio­na­ler Ebe­ne inves­tier­ten. Da zudem davon aus­ge­gan­gen wur­de, dass Miliz­par­la­men­ta­ri­er höchs­tens einen Drit­tel der geleis­te­ten Arbeits­zeit für das par­la­men­ta­ri­sche Man­dat auf­wen­den, wur­den folg­lich nur knapp ein Vier­tel der eid­ge­nös­si­schen Par­la­ments­mit­glie­der als ech­te Miliz­par­la­men­ta­ri­er betrach­tet (Kerr et al. 1981).

1990 führ­ten Rik­lin und Möck­li eine Befra­gung durch, an der über acht­zig Pro­zent der Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er der 43. Legis­la­tur (1987–1991) teil­nah­men. Die­se Unter­su­chung präg­te den Begriff Halb­be­rufs­par­la­ment, da die Resul­ta­te zeig­ten, dass die gros­se Mehr­heit der Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er zwi­schen einem und zwei Drit­tel ihrer Arbeits­zeit für das Man­dat auf­wand­ten.

Eine Unter­su­chung aus dem Jah­re 2001 von Eco’Diagnostic bestä­tigt die empi­ri­schen Resul­ta­te vor­an­ge­hen­der Stu­di­en. Die damals Befrag­ten gaben an, dass sie im Durch­schnitt 56 Pro­zent ihrer Arbeits­zeit ins Man­dat inves­tie­ren (Krü­ger et al. 2001). Die­se Befra­gung wur­de von der Staats­po­li­ti­schen Kom­mis­si­on des Natio­nal­rats in Auf­trag gege­ben, an ihr nah­men 54 Pro­zent der dama­li­gen Par­la­ments­mit­glie­der teil. [1]

An der jüngs­ten, von der Uni­ver­si­tät Genf durch­ge­führ­ten Befra­gung, betei­lig­ten sich gut die Hälf­te aller Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er der 49. Legis­la­tur (2011–2015). Aus den Anga­ben der Befrag­ten ergab sich ein Medi­an für das Arbeits­pen­sum von 50 Pro­zent für ein Natio­nal­rats­man­dat und von 51 Pro­zent für ein Stän­de­rats­man­dat, was die par­la­men­ta­ri­sche Arbeit im enge­ren Sin­ne angeht (Scia­ri­ni et al. 2017). Sie umfasst die Sit­zun­gen der bei­den Rats­kam­mern, die Kom­mis­si­ons­sit­zun­gen sowie die dafür ein­ge­setz­te Vor­be­rei­tungs­zeit.

Als par­la­men­ta­ri­sche Arbeit im wei­te­ren Sinn wer­den ande­re poli­ti­sche Tätig­kei­ten betrach­tet, die einen unmit­tel­ba­ren Zusam­men­hang mit dem Par­la­ments­man­dat haben. Das sind bei­spiels­wei­se Sit­zun­gen und Kon­tak­te mit der Frak­ti­on und der Par­tei, aber auch der Aus­tausch mit Medi­en­schaf­fen­den, Wäh­ler­schaft und all­ge­mein der Öffent­lich­keit. Für die par­la­men­ta­ri­sche Arbeit im wei­te­ren Sinn inves­tie­ren die Rats­mit­glie­der unter­schied­lich viel Zeit, der Medi­an beträgt für Natio­nal­rats­mit­glie­der 36 Pro­zent und für Stän­de­rats­mit­glie­der 24 Pro­zent der Nor­mal­ar­beits­zeit (Scia­ri­ni et al. 2017). Die par­la­men­ta­ri­sche Arbeit im enge­ren und im wei­te­ren Sin­ne erge­ben folg­lich eine Gesamt­ar­beit­zeit, die für den Stän­de­rat bei über sieb­zig, für den Natio­nal­rat über acht­zig Pro­zent der Nor­mal­ar­beit­zeit liegt.

Wie die Befra­gung von Sca­ri­ni et al. zeigt, ist der durch­schnitt­lich (geschätz­te) Arbeits­auf­wand für das par­la­men­ta­ri­sche Man­dat im Ver­gleich zu frü­he­ren Erhe­bun­gen noch ein­mal gestie­gen. Wie fol­gen­de Abbil­dung zeigt, betrug der durch­schnitt­li­che Beschäf­ti­gungs­grad der Par­la­ments­mit­glie­der 1991 51 Pro­zent, 2001 knapp 57 Pro­zent und 2017 fast 66 Pro­zent. [2]

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Aller­dings ist zu beden­ken, dass es sich immer schwie­ri­ger gestal­tet, all­ge­mein­gül­ti­ge Aus­sa­gen zum exak­ten Auf­wand eines sol­chen Man­dats zu machen. Dies hat auch die jüngs­te Unter­su­chung der Uni­ver­si­tät Genf gezeigt. Die Unter­schie­de zwi­schen den ein­zel­nen Rätin­nen und Räten, aber auch zwi­schen den bei­den Kam­mern fal­len so gross aus, dass der Durch­schnitts­wert stark an Aus­sa­ge­kraft ver­liert.

Das parlamentarische Einkommen

Par­la­ments­mit­glie­der wer­den vom Staat für ihre Tätig­keit ent­schä­digt. Die Ent­schä­di­gung für Par­la­ments­mit­glie­der beinhal­tet in der Regel eine direk­te Lohn­kom­po­nen­te, diver­se Spe­sen­ent­schäd­gigun­gen sowie Vor­sor­ge­leis­tun­gen.

Bei der Grün­dung des Bun­des­staa­tes bezo­gen die Par­la­ments­mit­glie­der ledig­lich Spe­sen­ent­schä­di­gun­gen, da das Man­dat als Ehren­amt betrach­tet wur­de (Pavia und Heer 2014). Die­ses Sys­tem hielt sich lan­ge, doch seit den 1960er Jah­ren wur­de die Ent­schä­di­gung der Par­la­ments­mit­glie­der in meh­re­ren Revi­sio­nen den ver­än­der­ten Bedin­gun­gen ange­passt, d.h. erhöht und aus­ge­baut. Die aktu­ell gel­ten­den Bezü­ge der Rats­mit­glie­der fin­den sich in Tabel­le 1 (Scia­ri­ni et al. 2017: 11).

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Rik­lin und Möck­li zeig­ten, dass zwi­schen dem Ein­kom­men, wel­ches Rats­mit­glie­der aus­ser­halb des Par­la­ments gene­rie­ren, gros­se Unter­schie­de bestehen (1991), was nach wie vor der Fall ist. In Bezug auf das pas­si­ve Wahl­recht bestand folg­lich schon immer eine Chan­cen­un­gleich­heit, da die gros­se Mehr­heit der Bevöl­ke­rung nicht über die Mög­lich­kei­ten ver­fügt, neben der ange­stamm­ten Berufs­tä­tig­keit die für ein poli­ti­sches Man­dat not­wen­di­ge Zeit und Fle­xi­bi­li­tät auf­zu­brin­gen. Auch dar­an dürf­te sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten wenig geän­dert haben. Aller­dings gaben in die­ser Befra­gung nur gut vier­zig Pro­zent der Befrag­ten an, dass die Ent­schä­di­gung ihrer Mei­nung nach zu tief sei. Bei Krü­ger et al. (2001) gaben zwei Drit­tel der Befrag­ten an, mit den Ent­schä­di­gun­gen unzu­frie­den zu sein, ins­be­son­de­re mit der Jah­res­pau­scha­le. Vor allem Voll­zeit­po­li­ti­ke­rin­nen und Voll­zeit­po­li­ti­ker sowie Selb­stän­di­ge waren nicht zufrie­den (Krü­ger et al. 2001).

Die seit­her erfolg­ten Anpas­sun­gen des Ent­schä­di­gungs­sys­tems zeig­te Wir­kung: In der aktu­el­len Befra­gung der Uni­ver­si­tät Genf geben drei Vier­tel der Par­la­ments­mit­glie­der an, mit den Bezü­gen zufrie­den zu sein. Nur die Vor­so­ge­si­tua­ti­on beur­tei­len die Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er nach wie vor mehr­heit­lich als unge­nü­gend gelöst (Scia­ri­ni et al. 2017).

Die von Sca­ri­ni et al. erst­ma­lig durch­ge­führ­te und sehr detail­lier­te Ana­ly­se des effek­ti­ven par­la­men­ta­ri­schen Auf­wands sowie Ein­kom­mens und der Ver­gleich mit Ent­schä­di­gun­gen aus der Pri­vat­wirt­schaft zeigt zudem, dass Par­la­ments­mit­glie­der mitt­ler­wei­le, was ihren Stun­den­lohn angeht, gleich gestellt sind wie Geschäfts­füh­re­rin­nen oder Geschäfts­füh­rer klei­ne­rer KMU-Betrie­be im tech­ni­schen Bereich (Scia­ri­ni et al. 2017). Zu beden­ken ist aller­dings, dass sich die­ser Ver­gleich ledig­lich auf die Ver­tei­lung des Stun­den­lohns bezieht und nicht auf die aus­ge­führ­ten Tätig­kei­ten bzw. vor­aus­ge­setz­ten Kom­pe­ten­zen oder Kennt­nis­sen. 

Fazit: Notwendige Neudefinition Milizparlamentarier?

Der Arbeits­auf­wand für ein Amt unter der Bun­des­haus­kup­pel ist hoch und die Ent­schä­di­gun­gen sind über die letz­ten Jahr­zehn­te ange­ho­ben wor­den. Die Par­la­ments­mit­glie­der erhal­ten zudem alle eine Jah­res­pau­scha­le von 33’000 Schwei­zer Fran­ken, um jeman­den anstel­len zu kön­nen, der sie in ihrer Arbeit unter­stützt. Die Beschäf­ti­gung einer per­sön­li­chen Mit­ar­bei­te­rin oder eines per­sön­li­chen Mit­ar­bei­ters soll­te somit den Arbeits­auf­wand der Rats­mit­glie­der poten­zi­ell ver­rin­gern.

Erstaun­li­cher­wei­se zei­gen aber die Ergeb­nis­se der Unter­su­chung von Scia­ri­ni et al. kei­nen Unter­schied zwi­schen dem Arbeits­um­fang der Rats­mit­glie­der mit Mit­ar­bei­te­rin oder Mit­ar­bei­ter und der­je­ni­gen ohne Mit­ar­bei­te­rin oder Mit­ar­bei­ter. Folg­lich kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Rats­mit­glie­der mit Mit­ar­bei­te­rin oder Mit­ar­bei­ter die­se Unter­stüt­zung nicht zur Reduk­ti­on ihres Arbeits­vo­lu­mens ein­set­zen, son­dern eher um sich ande­ren Auf­ga­ben im Par­la­ment zu wid­men (Scia­ri­ni et al. 2017).

Dies deu­tet eben­falls dar­auf hin, dass ein gros­ser Teil der Par­la­ments­mit­glie­der der Schweiz — zumin­dest unter den­je­ni­gen Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er, die bereit waren, an der Befra­gung teil­zu­neh­men — nicht mehr als Miliz­par­la­men­ta­ri­er betrach­tet wer­den kön­nen. Somit wäre es an der Zeit, nicht mehr von einem Miliz­par­la­ment zu spre­chen, son­dern die Bun­des­ver­samm­lung eher als nicht-offi­zi­el­les Voll­zeit­par­la­ment zu bezeich­nen.

Dies zeig­ten auch Par­la­men­ta­rier­be­fra­gun­gen von Hug et al. (2008) sowie Eber­li et al. (2014), die eben­falls den Arbeits­auf­wand erfrag­ten und deren Ana­ly­sen deut­lich über einem Drit­tel lie­gen­de durch­schnitt­li­che Arbeits­zei­ten her­vor­brach­ten. Aller­dings ging die Bereit­schaft der Rats­mit­glie­der, über ihren eige­nen Arbeits­auf­wand Aus­kunft zu geben, über die letz­ten Jahr­zehn­te deut­lich zurück, was all­ge­mein­gül­ti­ge Aus­sa­gen erschwert.

Die Par­la­men­ta­rier­be­fra­gung 2016/17
Im Auf­trag der Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on der Bun­des­ver­samm­lung haben die Par­la­ments­diens­te For­schen­de der Uni­ver­si­tät Genf beauf­tragt, eine wis­sen­schaft­li­che Stu­die zum Ein­kom­men und Umfang der par­la­men­ta­ri­schen Arbeit durch­zu­füh­ren und ein Ver­gleich der Ent­schä­di­gun­gen der Par­la­ments­mit­glie­der mit Ent­schä­di­gun­gen in der Pri­vat­wirt­schaft zu prä­sen­tie­ren.

Für die­se Unter­su­chung wur­den zwi­schen dem 17. Novem­ber 2016 und dem 17. Janu­ar 2017 die 263 Rats­mit­glie­der, die in der 49. Legis­la­tur­pe­ri­ode (2011–2015) wäh­rend min­des­tens eines Par­la­ments­jah­res einem der eid­ge­nös­si­schen Räte ange­hör­ten, ange­schrie­ben und gebe­ten, einen Fra­ge­bo­gen aus­zu­fül­len (online oder in Papier­form). Die Fra­gen betra­fen den Umfang der par­la­men­ta­ri­schen Arbeit sowie die effek­ti­ven Abga­ben und Aus­ga­ben im Zusam­men­hang mit die­ser Arbeit.

136 Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er haben an der Befra­gung teil­ge­nom­men, das ent­spricht einer Rück­lauf­quo­te von 52%. Der Rück­lauf war im Stän­de­rat (57 %) leicht höher als im Natio­nal­rat (51%). Der Rück­lauf war über die ein­zel­nen Frak­tio­nen sehr ungleich ver­teilt, was aber zu kei­nen Ver­zer­run­gen der Ergeb­nis­sen zum Ein­kom­men und zur par­la­men­ta­ri­scher Arbeit im enge­ren Sin­ne führ­te (Scia­ri­ni et al. 2017). Die Autoren machen aller­dings kei­ne Anga­ben dar­über, wie sich die Ver­tei­lung des Rück­laufs bezüg­lich ande­rer Fak­to­ren, bei­spiels­wei­se der Berufs­tä­tig­keit aus­ser­halb der Poli­tik, des Amts­al­ters oder der poli­ti­schen Kar­rie­re der Par­la­ments­mit­glie­der, ver­hält.

Die Ana­ly­sen der Unter­su­chung beru­hen neben den Anga­ben der Par­la­ments­mit­glie­der in der Befra­gung auch auf offi­zi­el­len Zah­len der Par­la­ments­diens­te sowie auf Daten der schwei­ze­ri­schen Lohn­struk­tur­er­he­bung.

[1] Die Rück­lauf die­ser Befra­gung betrug all­ge­mein 66 Pro­zent, doch die Fra­ge zur Arbeits­be­las­tung beant­wor­te­ten nicht alle Par­la­ments­mit­glie­der, die an der Befra­gung teil­nah­men. Es zeig­te sich zudem bereits damals deut­lich, dass die Bereit­schaft, über die Arbeit und Rol­le als Par­la­ments­mit­glied Aus­kunft zu geben, zwi­schen den Frak­tio­nen stark vari­ier­te. Die ver­hält­nis­mäs­sig klei­nen Frak­tio­nen EVP und Grü­ne nah­men voll­zäh­lig an der Befra­gung teil, die SP und CVP wie­sen einen Rück­lauf von drei Vier­teln auf, die FDP von zwei Drit­tel. Die nach den Wah­len 1987 viert­gröss­te Frak­ti­on, die SVP, ver­zich­te­te mehr­heit­lich, der Rück­lauf inner­halb der Volks­par­tei lag bei ver­gleichs­wei­se tie­fen 39 Pro­zent.

[2] Die unter­schied­li­chen Wer­te zwi­schen der Gra­phik sowie dem Text für die Befra­gung von Sca­ri­ni et al. (2017) sind auf unter­schied­li­che Fra­gen zurück­zu­füh­ren. Zum einen wur­den die Par­la­ments­mit­glie­der gebe­ten, ihren durch­schnitt­li­chen Beschäf­ti­gungs­grad für par­la­men­ta­ri­sche Arbei­ten im enge­ren sowie im wei­te­ren Sinn zu schät­zen, zum ande­ren wur­den sie gebe­ten, ihre tat­säch­lich ein­ge­setz­ten Arbeits­stun­den anzu­ge­ben, wodurch sich ins­be­son­de­re für die par­la­men­ta­ri­sche Arbeit im wei­te­ren Sin­ne deut­li­che Abwei­chun­gen erga­ben.


Refe­ren­zen:

  • Eber­li, Danie­la; Pir­min Bun­di, Kath­rin Frey und Tho­mas Wid­mer (2014). Befra­gung Par­la­ment und Eva­lua­ti­on. Ergeb­nis­be­richt. Zürich: Insti­tut für Poli­tik­wis­sen­schaft.

  • Hug, Simon, Bai­ler Ste­fa­nie, Büti­ko­fer Sarah und Tobi­as Schulz (2008). Haupt­er­geb­nis­se Par­la­men­ta­rier­be­fra­gung. Uni­ver­si­tät Zürich. Zürich: Insti­tut für Poli­tik­wis­sen­schaft.

  • Kerr, Hen­ry H. (1981). Par­le­ment et socié­té en Suis­se. Genè­ve: Edi­ti­ons Geor­gi.

  • Kley, Andre­as (2009). “Miliz­sys­tem”, in: His­to­ri­sches Lexi­kon der Schweiz, Stif­tung His­to­ri­sches Lexi­kon der Schweiz (Hrsg.), Band 8, Basel: Schwa­be.

  • Krü­ger, Paul, Alain M. Schö­nen­ber­ger, Micha­el Der­rer und Clau­dio Bolo­gna (2001). Ent­schä­di­gung und Infra­struk­tur der Par­la­ments­ar­beit. Ana­ly­ti­sches Pro­fil über den Wert der par­la­men­ta­ri­schen Arbeit. Stu­die im Auf­trag der Staats­po­li­ti­schen Kom­mis­si­on des Natio­nal­rats. Genf: Eco’Diagnostic.

  • Pavia, Car­lo und Oli­ver Heer (2014). “Art. 9: Ein­kom­men und Ent­schä­di­gun­gen”. In: Graf, Mar­tin et al. (Hrsg.): Par­la­ments­recht und Par­la­mentspra­xis der Schwei­ze­ri­schen Bun­des­ver­samm­lung. Kom­men­tar zum Par­la­ments­ge­setz (ParlG) vom 13. Dezem­ber 2002. Basel: Hel­bing & Lich­ten­hahn.

  • Rik­lin Alois und Sil­va­no Möck­li (1991). “Miliz­par­la­ment?”, in: Par­la­ments­dien­te (Hrsg.). Das Par­la­ment – “Obers­te Gewalt des Bun­des”? Fest­schrift der Bun­des­ver­samm­lung zur 700-Jahr-Fei­er der Eid­ge­nos­sen­schaft. Bern: Haupt.

  • Scia­ri­ni, Pas­cal, Frédé­ric Varo­ne, Gio­van­ni Fer­ro-Luz­zi, Fabio Cap­pel­let­ti, Vahan Gari­bi­an und Ismail Mul­ler (2017). Stu­die über das Ein­kom­men und den Arbeits­auf­wand der Bun­des­par­la­men­ta­rie­rin­nen und Bun­des­par­la­men­ta­ri­er. Schluss­be­richt zu Han­den der Par­la­ments­bi­blio­thek der Par­la­ments­diens­te der Bun­des­ver­samm­lung. Genf: Uni­ver­si­tät Genf.

Bild: Wiki­me­dia Com­mons.

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