Was Online-Wahlhilfen wie Smartvote können und was nicht

Die im Zuge der Digitalisierung entstandenen Online-Wahlhilfen wie Smartvote sind beliebt. Vor den Wahlen 2015 nutzen sie 84 Prozent der National- und Ständeratskandidierenden und fast jeder 5. Wahlberechtigte. Online-Wahlhilfen versprechen uns Durchblick im Informationsdschungel. Doch können sie ihr Versprechen halten? Die folgenden fünf Punkte erklären anhand des Beispiels Smartvote, was Online-Wahlhilfen können und was nicht.

Kandidatinnen in Medien unterrepräsentiert, aber gleich behandelt

Unterrepräsentiert, aber nicht genderspezifisch dargestellt. Auf diesen Nenner lässt sich die Darstellung der Kandidatinnen in den Medien im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2015 bringen. Dies zeigt eine Studie der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen EKF, des Bundesamtes für Kommunikation BAKOM und der SRG SSR.

Stimmen verschwenden dank Listenverbindungen

Am 18. Oktober kämpfen so viele Kandidaten und Listen um den Einzug in den Nationalrat wie noch nie. 2011 ging fast jede fünfte Wählerstimme an eine Liste, von der gar niemand gewählt wurde. Stimmen für erfolglose Listen sind verschenkte Stimmen. Nur dank Listenverbindungen können diese Stimmen indirekt zu einem Mandat beitragen.