Abgrenzen oder Annähern – Wie sollen etablierte Parteien den Populismus schwächen?

Etablierte Parteien wollen Populisten schwächen, können ihre elitenkritische Haltung aber nicht einfach übernehmen. Die inhaltliche Annäherung an die populistischen Mitstreiter ist aber möglich, wie zum Beispiel Sebastian Kurz in Österreich gezeigt hat. Obwohl diese Taktik weit verbreitet ist, ist ihre erfolgreiche Umsetzung nicht leicht. Zudem kann sie auch bedenklich sein, da Parteien demokratisch wichtigere Aufgaben

Hohe Wahlhürden oder sprachliche Vielfalt? Die wichtigsten Faktoren zur Erklärung der Parteienlandschaft in den Kantonen

Die Anzahl der politischen Parteien prägt das politische System stark. Doch von welchen Faktoren hängt es ab, wie viele Parteien um die Gunst der Wählerschaft buhlen? Unsere Untersuchung zeigt, dass die Grösse der Wahlkreise und die vor allem in der Westschweiz existierenden Wahlquoren die Parteienvielfalt besonders stark beeinflussen, während die Existenz verschiedener Sprachgruppen kaum eine Rolle spielt. Zudem erhöht die Möglichkeit von Listenverbindungen die Zahl der Parteien, die zur Wahl antreten. Generell unterstreicht unsere Studie die Bedeutung der Analyse von Wahlvorgängen auf Wahlbezirksebene.

Die Entwicklung der Demokratiequalität in der Türkei

Die Türkei, einst auf dem Weg einer Demokratie, hat in den letzten Jahren zunehmend autoritäre Züge angenommen. Das Land am Bosporus gilt als tief gespalten. Modernisierung und Tradition sowie Säkularisierung und Religion stehen in einem permanenten Spannungsfeld. Wie steht es in der heutigen Zeit um die Demokratiequalität in der Türkei?   Zu Beginn der 2000er

Tiefe Wahlteilnahme von Schweizerinnen und Schweizern mit Migrationshintergrund – sind die Eltern schuld?

Personen mit Migrationshintergrund nehmen meist weniger an Wahlen teil als solche ohne Migrationshintergrund – auch in der Schweiz. Doch warum ist das so? Wie eine neue Untersuchung mit den Daten der Nachwahlbefragung der Schweizer Wahlstudie Selects zeigt, hängt dies vor allem mit dem politischen Verhalten der Eltern zusammen.   Die Wahlbeteiligung der Schweizerinnen und Schweizer

Wie Globalisierung und Mediatisierung unsere Demokratien verändern

Der Nationale Forschungsschwerpunkt NCCR Democracy hat während zwölf Jahren erforscht, wie sich Demokratien im Zuge der Globalisierung wandeln, wie der Aufstieg der Populisten in Demokratien zu erklären ist und welche Rolle dabei das sich verändernde mediale Umfeld spielt. Letzte Woche wurden an der Universität Zürich die Hauptergebnisse präsentiert.

Der Bosnische Frühling: Wie die Zivilgesellschaft den Demokratisierungsprozess beeinflussen kann

Die Demokratisierung verläuft in Bosnien-Herzegovina nicht gradlinig. Das multiethische Land sucht seinen Weg in Richtung demokratischer Normalität. Auch zwanzig Jahre nach dem Friedensvertrag von Dayton scheint dieser noch unklar und lang zu sein. Doch Plenen und Konferenzen, wie beispielsweise die Veranstaltung der Offenen Universität Sarajevo, scheinen ein Lichtblick zu sein.

Männer rund doppelt so häufig an Gemeindeversammlungen

Anders als bei Urnenabstimmungen beteiligen sich unterschiedliche soziale Schichten gleichermassen an Gemeindeversammlungen. Dafür offenbaren sich bei der Versammlungsdemokratie ausgeprägte Geschlechterunterschiede. Dies ergab ein Vergleich der individuellen Beteiligung an Urnen- und Gemeindeversammlungsentscheiden in der Berner Gemeinde Bolligen.

Mehr Möglichkeit zum Mitreden – grössere Demokratiezufriedenheit: Ein Vergleich der Schweizer Kantone

Direkte, oder präziser formuliert halbdirekte Demokratie ist eine in der Schweiz besonders ausgeprägte Form der politischen Partizipation. Es gibt Hinweise darauf, dass das Mass an direkter Demokratie und die Demokratiezufriedenheit von Bürgerinnen und Bürgern zusammenhängen. Die Möglichkeit zur direktdemokratischen Partizipation ist für die Demokratiezufriedenheit wichtiger als die tatsächliche Nutzung dieser Instrumente.

Muslime in Europa – eine Minderheit, die die Demokratie zu schätzen weiss

Europäische Muslime sind deutlich zufriedener mit der Demokratie als ihre christlichen Mitbürger. Vor allem in Deutschland und Frankreich lassen sich grosse Unterschiede erkennen – trotz steigender Fremdenfeindlichkeit und Einschränkungen in der Religionsausübung. Zu diesen bemerkenswerten Resultaten kommt Dina Wyler in ihrer Bachelorarbeit. Weiter versucht sie diese einzuordnen und unternimmt einen Erklärungsversuch der höheren Demokratiezufriedenheit der Muslime.