Szenarien für die neue Regierungszusammensetzung in Katalonien

Wie weiter in Katalonien? Am 21. Dezember finden Neuwahlen statt, doch ob diese eine Klärung der verfahrenen Situation bringen, ist höchst ungewiss. Unsere Wahlbörse zeigt die Wahrscheinlichkeiten der kommenden Regierungszusammensetzung. Zur Zeit sieht es danach aus, als würde wieder eine separatistische Regierung die Wahlen gewinnen, allerdings ohne auf eine absolute Mehrheit zu kommen.

Ökonomische Gründe für den Erfolg separatistischer Parteien

In jüngster Zeit haben verschiedene separatistische Parteien in Europa von sich reden gemacht. Der Erfolg separatistischer Parteien wird neben kulturellen vor allem durch ökonomische Faktoren beeinflusst. Der relative Ressourcenreichtum einer Region spielt dabei eine entscheidende Rolle; neben natürlichen Ressourcen begünstigen auch eine gute geographische Lage, moderne Infrastruktur oder hoch gebildete Arbeitskräfte die Erfolgschancen separatistischer Bewegungen, wie unsere Untersuchung zeigt am Beispiel Schottlands zeigt.

Fünf Gründe, warum wir den Tötungen von Medienschaffenden mehr Aufmerksamkeit schenken sollten

Das Verhältnis zwischen Staat, Politik und Medien ist vielerorts angespannt. Im Extremfall bezahlen einzelne Medienschaffende für eine Reportage oder Berichterstattung über kontroverse und brisante Begebenheiten eines Landes mit dem Leben. Wir haben untersucht, wo und wie häufig Tötungen von Journalisten vorkommen und was dies für die Achtung der Menschenrechte in einem Land bedeutet.

Le attitudini dei cittadini mostrano che esperti indipendenti hanno ancora un ruolo da giocare nelle democrazie europee

Benché sviluppi recenti sulla scena politica indichino che il ruolo di esperti non eletti è sempre più percepito in maniera negativa nelle democrazie europee, Eri Bertsou e Giulia Pastorella sostengono che attitudini positive verso i tecnocrati rimangono prevalenti in molte democrazie cosiddette ‘avanzate’. Le autrici spiegano che i due fattori determinanti delle attitudini dei cittadini verso questi esperti sono la mancanza di fiducia nelle istituzioni politiche e la convinzione, o meno, che la democrazia sia un sistema di governo soddisfacente. Il testo si concentra quindi a spiegare la rinnovata attrattiva della ‘politica non-politica’ che si è riscontrato da dieci anni a questa parte.

Die rechtspopulistische Wählerschaft ist unzufrieden mit der Demokratie

Die Wählerschaft von rechtspopulistischen Parteien in Europa weist eine tiefere Demokratiezufriedenheit auf als die Wählerschaft anderer Parteien. Nur in Ungarn sind rechtspopulistische Wählerinnen und Wähler deutlich zufriedener mit dem Funktionieren der Demokratie als die übrige Wählerschaft. Dies geht aus meiner Bachelorarbeit hervor, in welcher ich die politische Zufriedenheit der rechtspopulistischen Wählerschaften in zwölf europäischen Ländern untersucht habe.

Die falsche Strategie: wie Renzi den Erfolg des Verfassungsreferendums sabotiert hat

Der italienische Premierminister Matteo Renzi verband das Schicksal seiner Regierung von Anfang an mit dem Erfolg der vorgeschlagenen Verfassungsreform. Die zentralen Elemente der Reform stossen in der italienischen Bevölkerung zwar auf Zustimmung, aber die Strategie Renzis, die Reform derart zu personalisieren, scheint eher kontraproduktiv. Das zeigt eine Studie von Forschern der Universität Zürich und des Europäischen Hochschulinstitutes (EUI) in Florenz.

Réformes du fédéralisme : qui de l’Allemagne ou de la Suisse s’en sort le mieux 

Fin 2016 sonne les dix ans de la réforme du fédéralisme en Allemagne. En Suisse, c’est en janvier 2018 que prendra fin la première décennie de la réforme de la péréquation financière et de la répartition des tâches (RPT). Deux réformes très similaires en termes d’attentes et d’objectifs, mais qui se distinguent radicalement par leurs résultats. Comparaison de deux systèmes fédéraux en mutation.

Schweizer Föderalismus in Krisenzeiten: Stabilität durch Anpassungsfähigkeit

Wirtschafts- und Staatsschuldenkrisen stellen föderale Staaten vor besondere Herausforderungen. Denn im Zuge der Krisenpolitik versuchen alle Beteiligten, Vorteile auf Kosten anderer Mitgliederstaaten oder der Bundesebene herauszuschlagen. Der Schweizer Föderalismus steht im internationalen Vergleich allerdings gut da: Dank der Mischung von fiskalpolitisch autonomen Kantonen und einer stark konsensorientierten politischen Kultur kann er als besonders robust bezeichnet werden.

Effektive Politikberatung in der Praxis – was Regierungen brauchen

Wissenschaftliche Politikberatung ist aktueller denn je. Weltweit suchen Regierungen nach den besten Konfliktlösungsstrategien. Die Herausforderung besteht darin, die Perspektiven auf die internationale Politik flexibel zu wechseln und eine aktive Bereitschaft zum Umdenken zu zeigen. Manuela Spindler, Professorin für Wissenschaftsphilosophie sowie Theorien der Internationalen Beziehungen, ist eine bekannte Vertreterin dieser Philosophie.

Auch EU-Kommissare denken nicht “europäisch”

Die Briten haben entschieden: Grossbritannien soll die Europäische Union verlassen. Dieser Entscheid zwingt die EU, Vertragsänderungen und institutionelle Reformen vorzunehmen. Unsere Analyse zeigt, dass bisher nicht einmal die Kommissare in der Europäischen Kommission wirklich “europäisch” dachten. Das Projekt EU kann nur erfolgreich sein, wenn es sich wieder am alten Ideal der Subsidiarität ausrichtet und demokratischere Entscheidungsprozesse implementiert. Diese müssen unbürokratisch, transparent und möglichst nahe an der Bevölkerung sein, um ein Gleichgewicht zwischen nationalen Interessen und gesamteuropäischen Idealismus zu schaffen.

Was man über die Eurokrise wissen muss

Die Eurokrise ist die schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der Europäischen Union (EU) und hat zusammen mit der globalen Finanzkrise bereits einen grösseren Schaden angerichtet, als die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. Sie zog dabei gleichzeitig eine ernstzunehmende politische Krise mit sich, in der Konflikte sowohl innerhalb als auch zwischen den EU-Mitgliedstaaten die politische Stabilität und die europäische Integration als Ganzes bedrohen. Für eine Special Issue der Fachzeitschrift Comparative Political Studies haben führende Politökonomen die Eurokrise genauer beleuchtet. In diesem DeFacto-Beitrag fassen wir die wichtigen Erkenntnisse der Diskussionen zusammen.