Etude Voto: RIE III – dans le doute, les électeurs ont privilégié le non

Ces derniers temps, rares ont été les objets qui ont donné plus de fil à retordre aux électrices et électeurs que la loi sur la réforme de l’imposition des entreprises III. Environ un tiers des personnes ayant voté « non » ont déploré un manque d’informations et préféré, dans le doute, rejeter le projet. 36% ont pour leur part estimé que la réforme bénéficierait uniquement aux grands groupes. C’est ce que révèle l’analyse des résultats de l’enquête VOTO relative à la votation fédérale du 12 février 2017.

Aktuelle Voto-Studie: Unternehmenssteuerreform III – Im Zweifel Nein

Kaum eine andere Vorlage der jüngeren Vergangenheit bereitete den Stimmenden mehr Mühe als die Unternehmenssteuerreform III. Rund ein Drittel der Nein-Stimmenden beklagte eine unzureichende Informationslage und entschied nach der Maxime „Im Zweifel ein Nein“. Weitere 36 Prozent der Nein- Stimmenden waren der Ansicht, die Reform nütze nur den Konzernen. Das zeigt die aktuelle Voto-Studie.

Können die Medien den Stimmentscheid der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen?

In politischen Kampagnen spielen heutzutage die Massenmedien eine zentrale Rolle. Allerdings konnten die meisten Studien keine direkten Effekte der Ausrichtung der Medienberichterstattung auf den Stimmentscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nachweisen. Eine Analyse von drei eidgenössischen Volksabstimmungen zeigt nun auf, dass die Medien einen systematischen Einfluss bei der weitaus komplexesten Vorlage – der Unternehmenssteuerreform II – ausübten.

DSI: Nur wenige Politmuffel gingen erstmals an die Urne

Die Durchsetzungsinitiative scheiterte an der Urne klar – bei rekordhoher Stimmbeteiligung. So deutlich wurde dies nicht erwartet, weshalb sich die Kommentatoren mit Superlativen über die wachgerüttelte Zivilgesellschaft überboten. Doch war dem wirklich so? Meine Analye zeigt die Fakten: Nur zwischen zwei bis fünf Prozent der Stimmenden gingen am 28. Februar 2016 erstmals an die Urne.

Iniziativa per l’abbandono del nucleare: bocciata nonostante il chiaro rifiuto dell’energia atomica

L’iniziativa per l’abbandono del nucleare ha diviso la Svizzera in due schieramenti con motivazioni molto diverse tra loro. Gli oppositori hanno contestato soprattutto la «tabella di marcia» imposta dall’iniziativa, mentre per i sostenitori le ragioni prioritarie erano legate a questioni di sicurezza e di opposizione generale all’energia atomica. L’oggetto in votazione è stato bocciato nonostante una chiara maggioranza dei votanti era contro il nucleare. Questi sono i primi risultati dell’analisi del sondaggio presso 1578 aventi diritto di voto nel quadro dello studio VOTO sulla votazione federale del 27 novembre 2016. Lo studio è stato svolto da FORS, dallo ZDA e dall’istituto di sondaggio LINK, con il finanziamento della Cancelleria federale.

Initiative « Sortir du nucléaire » : un refus malgré une opposition nette à l’énergie nucléaire

L’initiative « Sortir du nucléaire » a divisé la Suisse en deux camps mus par des motivations fort divergentes. Pour ses adversaires, c’est en premier lieu le calendrier fixé par l’initiative qui a dicté leur décision. Quant à ses partisans, ils se sont généralement laissé guider par les questions de sécurité et les critiques envers l’énergie nucléaire. L’initiative a été rejetée quand bien même dans l’ensemble une nette majorité des votants s’oppose au nucléaire. C’est ce que révèle l’analyse des résultats de l’enquête VOTO relative à la votation fédérale du 27 novembre 2016 menée auprès de 1578 votantes et votants. L’enquête financée par la Chancellerie fédérale a été réalisée conjointement par l’institut de recherche FORS, le Centre d’études sur la démocratie Aarau ZDA et l’institut de sondage LINK.

Die staatliche Integrationsvermutung

Einbürgerung und Integration sind zwei eng verknüpfte Begriffe, die immer wieder zu gesellschaftlichen, politischen und medialen Kontroversen Anlass geben. Auch im Rahmen der vorgeschlagenen erleichterten Einbürgerung der 3. Ausländergeneration steht die Frage der «Integration» zur Diskussion: Kann und soll der Staat vermuten, dass eine ausländische Person der 3. Generation integriert ist? Oder muss diese Person ihre «Integration» beweisen?

Warum eine Einbürgerung für die dritte Ausländergeneration wichtig ist

Was nützt die Staatsbürgerschaft? Die Abstimmung über die erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration vom 12. Februar wirft diese Frage auf. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Nutzen der Staatsbürgerschaft über die politische Mitsprache hinausgeht. Noch wichtiger als jeglicher greifbare Nutzen scheint darum das Signal, das mit der anstehenden Abstimmung ausgesendet wird.

Atomausstiegsinitiative: Nein trotz klarer Ablehnung der Atomkraft

Die Atomausstiegsinitiative spaltete die Schweiz in zwei Lager mit sehr unterschiedlichen Motiven. Bei den Gegnerinnen und Gegnern war es in erster Linie der durch die Initiative vorgegebene Zeitplan, der zu einem Nein führte. Bei den Befürwortenden standen Sicherheitsbedenken und die Kritik an der Atomenergie generell an vorderster Stelle. Die Ablehnung der Initiative kam zustande, obwohl insgesamt eine klare Mehrheit der Stimmenden gegen Atomenergie ist. Dies zeigt die Analyse der Befragung von 1’578 Stimmberechtigten im Rahmen der VOTO-Studie zur eidgenössischen Abstimmung vom 27. November 2016. Die Studie wurde von FORS, dem ZDA und dem Befragungsinstitut LINK durchgeführt und von der Bundeskanzlei finanziert.

La naturalisation accélère l’intégration

Les migrants qui ont obtenu le passeport suisse lors d’une votation anonyme dans leur commune sont mieux intégrés dans la société suisse que les migrants dont la demande de naturalisation a été refusée. C’est le résultat de l’étude citizenship.ch des universités de Zurich, Stanford, Mannheim et London School of Economics, soutenue par le Fonds national suisse (FNS).

Zweite Röhre am Gotthard? Ja, aber…

57 Prozent der Stimmbürger sagten am 28. Februar 2016 Ja zur zweiten Gotthard-Röhre. Doch ein Mehrheitsentscheid zu Gunsten einer Vorlage kann häufig nicht als ein bedingungsloses Ja interpretiert werden. Schliesslich stecken hinter den individuellen Entscheidungen der Stimmbürger unterschiedliche Motive, wie Forschende der Universität Bern mittels einer neuen Vorgehensweise verdeutlichen.

Abstimmungsdemokratie – eine Herrschaft der Alten?

Wie in Grossbritannien so in der Schweiz: Die ältere Generation geht viel fleissiger an die Urne und überstimmt die Jungen, sei es beim Brexit oder bei der Masseneinwanderungsinitiative. So zumindest die gängige Meinung. Doch stimmt das überhaupt? Meine Analyse zeigt: So pauschal ausgedrückt, ist das falsch. Es gibt keinen generellen Generationenkonflikt in der Schweiz.

Wie kompetent ist das Stimmvolk?

Sind Bürgerinnen und Bürger kompetent genug um an der Urne über komplexe politische Sachfragen zu entscheiden? Meine Analyse der Bürgerkompetenz in der Schweiz zeigt, dass rund ein Drittel der Stimmbürgerschaft seine Entscheide nicht mit vorlagenbezogenen Argumenten begründen kann. Und dass gebildete Stimmbürger nur bedingt kompetenter sind.