Der Brunner-Effekt ist abgeflaut

Vor 25 Jahren wurde Christiane Brunner, die offizielle SP-Bundesratskandidatin, vom Parlament nicht gewählt. Viele Schweizerinnen und Schweizer empfanden diese Nichtwahl als empörend. In der Folge stieg der Frauenanteil in Parlamenten und Regierungen auf eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Ebene. Doch mittlerweile ist dieser sogenannte “Brunner-Effekt” abgeflaut.

Wie sich die Verteilung der Nationalratssitze auf die Kantone über die Zeit verändert hat

Der Bundesrat hat gestern bekannt gegeben, wieviele Nationalratssitze die Kantone bei den Wahlen 2019 besetzen können. Die Kantone Bern und Luzern verlieren gegenüber den Wahlen 2015 je einen Sitz, während der Kanton Genf und die Waadt einen zusätzlichen erhalten. Die Romandie ist somit für die kommende Legislatur im Nationalrat so stark vertreten wie noch nie. Wie der Nationalrat seit der Gründung des Bundesstaates gewachsen ist und wie sich die Sitzverteilung im Laufe der Zeit verändert hat, wird im Folgenden im Detail aufgezeigt.