Iniziativa per l’abbandono del nucleare: bocciata nonostante il chiaro rifiuto dell’energia atomica

L’iniziativa per l’abbandono del nucleare ha diviso la Svizzera in due schieramenti con motivazioni molto diverse tra loro. Gli oppositori hanno contestato soprattutto la «tabella di marcia» imposta dall’iniziativa, mentre per i sostenitori le ragioni prioritarie erano legate a questioni di sicurezza e di opposizione generale all’energia atomica. L’oggetto in votazione è stato bocciato nonostante una chiara maggioranza dei votanti era contro il nucleare. Questi sono i primi risultati dell’analisi del sondaggio presso 1578 aventi diritto di voto nel quadro dello studio VOTO sulla votazione federale del 27 novembre 2016. Lo studio è stato svolto da FORS, dallo ZDA e dall’istituto di sondaggio LINK, con il finanziamento della Cancelleria federale.

Initiative « Sortir du nucléaire » : un refus malgré une opposition nette à l’énergie nucléaire

L’initiative « Sortir du nucléaire » a divisé la Suisse en deux camps mus par des motivations fort divergentes. Pour ses adversaires, c’est en premier lieu le calendrier fixé par l’initiative qui a dicté leur décision. Quant à ses partisans, ils se sont généralement laissé guider par les questions de sécurité et les critiques envers l’énergie nucléaire. L’initiative a été rejetée quand bien même dans l’ensemble une nette majorité des votants s’oppose au nucléaire. C’est ce que révèle l’analyse des résultats de l’enquête VOTO relative à la votation fédérale du 27 novembre 2016 menée auprès de 1578 votantes et votants. L’enquête financée par la Chancellerie fédérale a été réalisée conjointement par l’institut de recherche FORS, le Centre d’études sur la démocratie Aarau ZDA et l’institut de sondage LINK.

Kampagnentätigkeit bei verkehrspolitischen eidgenössischen Volksabstimmungen

Targeting ist in aller Munde – damit ist gemeint, dass die Finanzen politischer Kampagnen zielgerichtet eingesetzt werden. Investitionen lohnen sich dort, wo man sich Unterstützung verspricht: Also bei der eigenen Anhängerschaft oder bei Leuten, die sich von einer Vorlage besonders betroffen fühlen. Wie die folgende Analyse von Schweizer Verkehrsabstimmungen zeigt, werden in der Schweiz in den verschiedenen Kantonen unterschiedlichen Kampagnenstrategien angewendet.

Die staatliche Integrationsvermutung

Einbürgerung und Integration sind zwei eng verknüpfte Begriffe, die immer wieder zu gesellschaftlichen, politischen und medialen Kontroversen Anlass geben. Auch im Rahmen der vorgeschlagenen erleichterten Einbürgerung der 3. Ausländergeneration steht die Frage der «Integration» zur Diskussion: Kann und soll der Staat vermuten, dass eine ausländische Person der 3. Generation integriert ist? Oder muss diese Person ihre «Integration» beweisen?

Kandidatinnen in Medien unterrepräsentiert, aber gleich behandelt

Unterrepräsentiert, aber nicht genderspezifisch dargestellt. Auf diesen Nenner lässt sich die Darstellung der Kandidatinnen in den Medien im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2015 bringen. Dies zeigt eine Studie der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen EKF, des Bundesamtes für Kommunikation BAKOM und der SRG SSR.

Warum eine Einbürgerung für die dritte Ausländergeneration wichtig ist

Was nützt die Staatsbürgerschaft? Die Abstimmung über die erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration vom 12. Februar wirft diese Frage auf. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Nutzen der Staatsbürgerschaft über die politische Mitsprache hinausgeht. Noch wichtiger als jeglicher greifbare Nutzen scheint darum das Signal, das mit der anstehenden Abstimmung ausgesendet wird.

Atomausstiegsinitiative: Nein trotz klarer Ablehnung der Atomkraft

Die Atomausstiegsinitiative spaltete die Schweiz in zwei Lager mit sehr unterschiedlichen Motiven. Bei den Gegnerinnen und Gegnern war es in erster Linie der durch die Initiative vorgegebene Zeitplan, der zu einem Nein führte. Bei den Befürwortenden standen Sicherheitsbedenken und die Kritik an der Atomenergie generell an vorderster Stelle. Die Ablehnung der Initiative kam zustande, obwohl insgesamt eine klare Mehrheit der Stimmenden gegen Atomenergie ist. Dies zeigt die Analyse der Befragung von 1’578 Stimmberechtigten im Rahmen der VOTO-Studie zur eidgenössischen Abstimmung vom 27. November 2016. Die Studie wurde von FORS, dem ZDA und dem Befragungsinstitut LINK durchgeführt und von der Bundeskanzlei finanziert.

La naturalisation accélère l’intégration

Les migrants qui ont obtenu le passeport suisse lors d’une votation anonyme dans leur commune sont mieux intégrés dans la société suisse que les migrants dont la demande de naturalisation a été refusée. C’est le résultat de l’étude citizenship.ch des universités de Zurich, Stanford, Mannheim et London School of Economics, soutenue par le Fonds national suisse (FNS).

Die Eliten sind weltweit kosmopolitischer als die Bevölkerung

Die jüngsten politischen Ereignisse in unterschiedlichen Ländern werden mit der Kluft zwischen kosmopolitischen Eliten und einer nationalistischer denkenden Bevölkerung erklärt. Sind Eliten überall kosmopolitischer als Durchschnittsbürger? Und wenn ja, wieso? Wir haben Daten einer internationalen Elitenbefragung mit repräsentativen Bevölkerungsbefragungen verglichen und kommen zum Schluss, dass die Eliten tatsächlich weltweit deutlich kosmopolitischer sind. Das kann aber eher mit Sozialisierung als mit ökonomischen Eigeninteressen erklärt werden.

Der rote Pass beschleunigt die Integration

Migranten, welche die Schweizer Staatsbürgerschaft vor mehr als 15 Jahren an einer Urnenabstimmung in ihrer Gemeinde knapp erhielten, sind heute sozial viel besser integriert als Migranten, deren Gesuche an der Urne knapp abgelehnt wurden. Zu diesem Schluss kommt die vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie citizenship.ch der Universitäten Zürich, Stanford und der London School of Economics.

Le attitudini dei cittadini mostrano che esperti indipendenti hanno ancora un ruolo da giocare nelle democrazie europee

Benché sviluppi recenti sulla scena politica indichino che il ruolo di esperti non eletti è sempre più percepito in maniera negativa nelle democrazie europee, Eri Bertsou e Giulia Pastorella sostengono che attitudini positive verso i tecnocrati rimangono prevalenti in molte democrazie cosiddette ‘avanzate’. Le autrici spiegano che i due fattori determinanti delle attitudini dei cittadini verso questi esperti sono la mancanza di fiducia nelle istituzioni politiche e la convinzione, o meno, che la democrazia sia un sistema di governo soddisfacente. Il testo si concentra quindi a spiegare la rinnovata attrattiva della ‘politica non-politica’ che si è riscontrato da dieci anni a questa parte.

Wieso Asylsuchende nicht überall gleichermassen in den Arbeitsmarkt integriert werden

Die Zeit, während der Asylsuchende auf ihren Asylbescheid warten, verursacht hohe Kosten für die Sozialwerke. Diese Kosten könnten mit einer schnellen Integration der Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt gesenkt werden. Allerdings steht die negative Wahrnehmung von Asylsuchenden dem im Weg, vor allem in den Kantonen, in denen eine starke Linke fehlt.  

Invitation à l’éthique de la migration: l’étrange salle d’attente

A quoi ressemblerait une politique migratoire idéale? L’ éthique de la migration est une discipline en pleine extension. Pour y prendre goût, voici l’histoire étrange d’une salle d’attente très particulière. Réunis dans cette salle, nous ignorons tout de notre futur sur terre et de nos talents et compétences. Peut-on rêver meilleure situation que cette absence d’information pour débattre sereinement des règles migratoires que nous devrions adopter? Une expérience de pensées philosophique.

Die rechtspopulistische Wählerschaft ist unzufrieden mit der Demokratie

Die Wählerschaft von rechtspopulistischen Parteien in Europa weist eine tiefere Demokratiezufriedenheit auf als die Wählerschaft anderer Parteien. Nur in Ungarn sind rechtspopulistische Wählerinnen und Wähler deutlich zufriedener mit dem Funktionieren der Demokratie als die übrige Wählerschaft. Dies geht aus meiner Bachelorarbeit hervor, in welcher ich die politische Zufriedenheit der rechtspopulistischen Wählerschaften in zwölf europäischen Ländern untersucht habe.

Die falsche Strategie: wie Renzi den Erfolg des Verfassungsreferendums sabotiert hat

Der italienische Premierminister Matteo Renzi verband das Schicksal seiner Regierung von Anfang an mit dem Erfolg der vorgeschlagenen Verfassungsreform. Die zentralen Elemente der Reform stossen in der italienischen Bevölkerung zwar auf Zustimmung, aber die Strategie Renzis, die Reform derart zu personalisieren, scheint eher kontraproduktiv. Das zeigt eine Studie von Forschern der Universität Zürich und des Europäischen Hochschulinstitutes (EUI) in Florenz.

Irreführende Initiativtitel – Ist Nomen gleich Omen?

Die Gefahr der Irreführung durch Initiativtitel lässt sich für die Initiativen zwischen 2014 und 2016 nicht bestätigen – obwohl dieser Vorwurf insbesondere bei der Initiative für eine faire Verkehrsfinanzierung und der Pro Service Public-Initiative regelmässig vorgebracht wurde. Allerdings gibt es Initiativtitel, die sich die Stimmberechtigten besser einprägen können als andere. Dies zeigt die Analyse der Inhaltsangaben aus den Vox-Befragungen.

Abstimmungsprognose mit impliziten Messverfahren zeigt JA zur Atomausstiegsinitiative

Zum Zeitpunkt der Befragung noch unentschlossene Stimmbürger sind ein Problem für Trendbefragungen. Obwohl das in der Regel nur eine kleine Gruppe ist, können diese unentschlossenen Stimmbürger bei umstrittenen und dementsprechend knappen Abstimmungen (wie der Atomausstiegsinitiative) entscheidend sein. Die Umfrageforschung sollte darum auf Methoden zurückgreifen können, die auch für Personen, die keine Stimm- oder Wahlabsicht angeben, statistisch eine Präferenz berechnen können. Ich stelle im Folgenden ein implizites Messverfahren vor, welches unbewusste Einstellungen und Präferenzen der befragten Personen misst und im Vorfeld der Atomausstiegsinitiative zur Anwendung kam. Sämtliche auf diesen Daten beruhenden Prognosen zeigen, dass die Atomausstiegsinitiative am 27. November angenommen wird.