Politische Bildung in Zeiten von Twitter, Facebook und Co.

Fake News haben jüngst zu einer breiteren Diskussion geführt. Die Veränderung der medial ge-prägten Öffentlichkeit durch Internet und soziale Medien ist in den vergangenen Monaten mit den Schlagzeilen um Facebook und den Diskussionen zur No-Bilag-Initiative ins öffentliche Bewusst-sein gerückt. Liken, teilen, posten und tweeten tragen heute zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Welche Aufgaben ergeben sich daraus für die Schule und die Politische Bildung?

Können die Medien den Stimmentscheid der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen?

In politischen Kampagnen spielen heutzutage die Massenmedien eine zentrale Rolle. Allerdings konnten die meisten Studien keine direkten Effekte der Ausrichtung der Medienberichterstattung auf den Stimmentscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nachweisen. Eine Analyse von drei eidgenössischen Volksabstimmungen zeigt nun auf, dass die Medien einen systematischen Einfluss bei der weitaus komplexesten Vorlage – der Unternehmenssteuerreform II – ausübten.

Un sondage révèle un large soutien au vote électronique malgré des préoccupations liées à la sécurité

Plus de deux tiers de l’électorat suisse est favorable à l’introduction du vote électronique. Une introduction généralisée du vote par internet est considérée comme une quasi- nécessité par les personnes de moins de trente ans. Des soucis liés à la sécurité sont cependant présents et ont été exprimé en conséquence. 29 pour cent des personnes interrogées sont plutôt ou entièrement opposées au vote électronique.

E-Voting: Breite Unterstützung trotz Sicherheitsbedenken

«Langfristig sollen alle Stimmberechtigten elektronisch abstimmen und wählen können», sagte die ehemalige Bundeskanzlerin Corina Casanova kürzlich in einem Gastbeitrag in der NZZ. Noch ist es indessen nicht so weit. Im Vorfeld der Nationalratswahlen 2015 wurde beispielsweise neun Kantonen die Bewilligung zum Einsatz von E-Voting nicht erteilt. In der Bevölkerung stösst die Einführung von E-Voting dafür auf breite Zustimmung, wie unsere Untersuchung zeigt.

Geschenke verteilen nach Teilnahme an Gemeindeversammlung? Keine gute Idee!

In der Schweiz nimmt durchschnittlich nur noch jeder zehnte Stimmberechtigte an Gemeindeversammlungen teil, Tendenz sinkend. Um mehr Menschen zur Teilnahme an Gemeindeversammlungen zu bewegen, lassen sich Gemeinden mittlerweile einiges einfallen. Zum Beispiel in Form von Geschenken. Das kommt aber gar nicht gut an, wie unsere Befragung zeigt.

Auswirkungen von Gemeindefusionen auf die lokale Demokratie: Beispiel Aarau-Rohr

Sechs Jahre nach der Fusion von Aarau und Rohr sind die Parteilosen aus der Aarauer Parteilandschaft verschwunden. Die aktuelle Grösse des Einwohnerrates ist mit 50 Sitzen jedoch angemessen. Eine Fallstudie des Zentrums für Demokratie Aarau (ZDA) in Aarau hat die Auswirkungen der Eingemeindung von Rohr auf die lokale Demokratie untersucht. Sie zeigt die politischen Folgen von Gemeindefusionen auf, die in der Schweiz grundsätzlich stärker zu beachten wären.