Wahldiskriminierung von Kandidierenden mit Migrationshintergrund

Es ist schwierig, Diskriminierung zu definieren und es ist noch schwieriger, sie zu messen. Das Schweizer Wahlsystem ist aber besonders geeignet, um Diskriminierung bei den Wahlen zu untersuchen, da es der Wählerschaft ermöglicht, missliebige Kandidierende auf den Wahllisten schlicht und einfach zu streichen. Wir haben die Wahlzettel bei den lokalen Wahlen 2014 im Kanton Zürich

Hohe Wahlhürden oder sprachliche Vielfalt? Die wichtigsten Faktoren zur Erklärung der Parteienlandschaft in den Kantonen

Die Anzahl der politischen Parteien prägt das politische System stark. Doch von welchen Faktoren hängt es ab, wie viele Parteien um die Gunst der Wählerschaft buhlen? Unsere Untersuchung zeigt, dass die Grösse der Wahlkreise und die vor allem in der Westschweiz existierenden Wahlquoren die Parteienvielfalt besonders stark beeinflussen, während die Existenz verschiedener Sprachgruppen kaum eine Rolle spielt. Zudem erhöht die Möglichkeit von Listenverbindungen die Zahl der Parteien, die zur Wahl antreten. Generell unterstreicht unsere Studie die Bedeutung der Analyse von Wahlvorgängen auf Wahlbezirksebene.

Die Stimmpflicht: Zu was sie (nicht) verpflichtet und wie sie wirkt

Die Stimmpflicht kann die Stimmberechtigten nicht dazu zwingen, ihr Stimmrecht inhaltlich auszuüben. Vielmehr wirkt sie als blosser Anreiz zur inhaltlichen Stimmabgabe, die für einen funktionierenden demokratischen Prozess nötig ist.   Die Stimmpflicht hat in jüngerer Zeit an Aufmerksamkeit gewonnen. Barack Obama hat sie vor dem Ende seiner Präsidentschaft als effektives Mittel gegen den bestimmenden Einfluss

Was Online-Wahlhilfen wie Smartvote können und was nicht

Die im Zuge der Digitalisierung entstandenen Online-Wahlhilfen wie Smartvote sind beliebt. Vor den Wahlen 2015 nutzen sie 84 Prozent der National- und Ständeratskandidierenden und fast jeder 5. Wahlberechtigte. Online-Wahlhilfen versprechen uns Durchblick im Informationsdschungel. Doch können sie ihr Versprechen halten? Die folgenden fünf Punkte erklären anhand des Beispiels Smartvote, was Online-Wahlhilfen können und was nicht.

Szenarien für die neue Regierungszusammensetzung in Katalonien

Wie weiter in Katalonien? Am 21. Dezember finden Neuwahlen statt, doch ob diese eine Klärung der verfahrenen Situation bringen, ist höchst ungewiss. Unsere Wahlbörse zeigt die Wahrscheinlichkeiten der kommenden Regierungszusammensetzung. Zur Zeit sieht es danach aus, als würde wieder eine separatistische Regierung die Wahlen gewinnen, allerdings ohne auf eine absolute Mehrheit zu kommen.

Wie Parteien mit Vereinfachungen der Politik Wählerstimmen gewinnen

Journalisten und Beobachter suggerieren, dass die Verwendung einfacher Slogans und Sprache eine Kernsäule von Donald Trumps Kampagne zur Präsidentschaftswahl 2016 war. Einfache Messages für das Volk würden nicht nur die Aufmerksamkeit der Wähler gewährleisten, sondern auch Trumps Kontrahenten als vom Volk distanzierte Elite bloßstellen. Vor diesem Hintergrund haben wir untersucht, inwieweit politische Parteien in Deutschland und Österreich (1945-2013) diese Strategie verwenden und welche möglichen Konsequenzen die Vereinfachung des politischen Diskurses für Wähler hat.

Tiefe Wahlteilnahme von Schweizerinnen und Schweizern mit Migrationshintergrund – sind die Eltern schuld?

Personen mit Migrationshintergrund nehmen meist weniger an Wahlen teil als solche ohne Migrationshintergrund – auch in der Schweiz. Doch warum ist das so? Wie eine neue Untersuchung mit den Daten der Nachwahlbefragung der Schweizer Wahlstudie Selects zeigt, hängt dies vor allem mit dem politischen Verhalten der Eltern zusammen.   Die Wahlbeteiligung der Schweizerinnen und Schweizer

Rechtspopulistisches Wählen: Alles nur eine Frage der Ausländerfeindlichkeit?

Die Unterstützung für rechtspopulistische Parteien in Westeuropa lässt sich nicht nur mit Ausländerfeindlichkeit erklären. Auch nicht-populistische Rechtsparteien können immigrationskritische Personen für sich gewinnen. Die Wählerschaft beider Parteien unterscheidet sich aber bezüglich ihres Vertrauens in das politische Establishment. Insgesamt schöpfen rechtspopulistische Parteien ihr Mobilisierungspotenzial schlechter aus, als gemeinhin angenommen wird.   Fremdenfeindliche Positionen sind ein Charakteristikum

Warum die SP die eigentliche Volkspartei ist

Welche ist die wahre Volkspartei der Schweiz? Betrachtet man nicht nur das Abschneiden bei den Nationalratswahlen, sondern nimmt den Einfluss auf Volksabstimmungen als Kriterium, dann wird die SVP von der SP und der FDP in den Schatten gestellt. Dies zeigt die folgende Analyse mittels Vox-Umfragedaten. Das Ergebnis muss allerdings vorsichtig interpretiert werden.

E-Voting: Breite Unterstützung trotz Sicherheitsbedenken

«Langfristig sollen alle Stimmberechtigten elektronisch abstimmen und wählen können», sagte die ehemalige Bundeskanzlerin Corina Casanova kürzlich in einem Gastbeitrag in der NZZ. Noch ist es indessen nicht so weit. Im Vorfeld der Nationalratswahlen 2015 wurde beispielsweise neun Kantonen die Bewilligung zum Einsatz von E-Voting nicht erteilt. In der Bevölkerung stösst die Einführung von E-Voting dafür auf breite Zustimmung, wie unsere Untersuchung zeigt.

FDP: Die Lieblingspartei der Wahlen 2015

Die FDP festigte bei den Eidgenössischen Wahlen 2015 ihre Stellung als führende Wirtschaftspartei. Die SVP legte dank einer soliden Wählerbasis und der Angst vor der Migration zu. GLP und BDP können nach wie vor nur auf eine kleine Stammwählerschaft zählen und werden zudem nicht als Problemlösungsparteien wahrgenommen. Das zeigen die Resultate der Schweizer Wahlstudie Selects, die heute veröffentlicht wurden.

Wie es Daniel Jositsch in den Ständerat schaffte

Die Wähler der Kantonalzürcher SP hatten am 18. Oktober doppelt Grund zur Freude: Ihre Partei legte bei den Nationalratswahlen zu und ihrem Ständeratskandidat Daniel Jositsch gelang gar ein regelrechter Coup: Er schaffte das absolute Mehr im ersten Wahlgang. Das Nachsehen hatten die FDP und vor allem die SVP. Eine detaillierte Analyse des Wählerverhaltens von Thomas Milic zeigt auf, wie es dazu kam.