Warum die SP die eigentliche Volkspartei ist

Welche ist die wahre Volkspartei der Schweiz? Betrachtet man nicht nur das Abschneiden bei den Nationalratswahlen, sondern nimmt den Einfluss auf Volksabstimmungen als Kriterium, dann wird die SVP von der SP und der FDP in den Schatten gestellt. Dies zeigt die folgende Analyse mittels Vox-Umfragedaten. Das Ergebnis muss allerdings vorsichtig interpretiert werden.

E-Voting: Breite Unterstützung trotz Sicherheitsbedenken

«Langfristig sollen alle Stimmberechtigten elektronisch abstimmen und wählen können», sagte die ehemalige Bundeskanzlerin Corina Casanova kürzlich in einem Gastbeitrag in der NZZ. Noch ist es indessen nicht so weit. Im Vorfeld der Nationalratswahlen 2015 wurde beispielsweise neun Kantonen die Bewilligung zum Einsatz von E-Voting nicht erteilt. In der Bevölkerung stösst die Einführung von E-Voting dafür auf breite Zustimmung, wie unsere Untersuchung zeigt.

FDP: Die Lieblingspartei der Wahlen 2015

Die FDP festigte bei den Eidgenössischen Wahlen 2015 ihre Stellung als führende Wirtschaftspartei. Die SVP legte dank einer soliden Wählerbasis und der Angst vor der Migration zu. GLP und BDP können nach wie vor nur auf eine kleine Stammwählerschaft zählen und werden zudem nicht als Problemlösungsparteien wahrgenommen. Das zeigen die Resultate der Schweizer Wahlstudie Selects, die heute veröffentlicht wurden.

Wie es Daniel Jositsch in den Ständerat schaffte

Die Wähler der Kantonalzürcher SP hatten am 18. Oktober doppelt Grund zur Freude: Ihre Partei legte bei den Nationalratswahlen zu und ihrem Ständeratskandidat Daniel Jositsch gelang gar ein regelrechter Coup: Er schaffte das absolute Mehr im ersten Wahlgang. Das Nachsehen hatten die FDP und vor allem die SVP. Eine detaillierte Analyse des Wählerverhaltens von Thomas Milic zeigt auf, wie es dazu kam.

Die Wahlteilnahme: staatsbürgerliche Pflicht vs. freiwillige Entscheidung

Die internationale Forschergruppe des „Making Electoral Democracy Work“-Projekts untersucht, ob Bürgerinnen und Bürger die Wahlteilnahme als staatsbürgerliche Plicht oder als freiwillige Entscheidung betrachten. Jüngere Menschen haben dabei ähnliche Ansichten wie ältere. Die Untersuchung bringt sowohl grosse Unterschiede zwischen den Ländern wie auch zwischen den verschiedenen Wahlen hervor.