Die rechtspopulistische Wählerschaft ist unzufrieden mit der Demokratie

Die Wählerschaft von rechtspopulistischen Parteien in Europa weist eine tiefere Demokratiezufriedenheit auf als die Wählerschaft anderer Parteien. Nur in Ungarn sind rechtspopulistische Wählerinnen und Wähler deutlich zufriedener mit dem Funktionieren der Demokratie als die übrige Wählerschaft. Dies geht aus meiner Bachelorarbeit hervor, in welcher ich die politische Zufriedenheit der rechtspopulistischen Wählerschaften in zwölf europäischen Ländern untersucht habe.

Wie kompetent ist das Stimmvolk?

Sind Bürgerinnen und Bürger kompetent genug um an der Urne über komplexe politische Sachfragen zu entscheiden? Meine Analyse der Bürgerkompetenz in der Schweiz zeigt, dass rund ein Drittel der Stimmbürgerschaft seine Entscheide nicht mit vorlagenbezogenen Argumenten begründen kann. Und dass gebildete Stimmbürger nur bedingt kompetenter sind.

Wie es Daniel Jositsch in den Ständerat schaffte

Die Wähler der Kantonalzürcher SP hatten am 18. Oktober doppelt Grund zur Freude: Ihre Partei legte bei den Nationalratswahlen zu und ihrem Ständeratskandidat Daniel Jositsch gelang gar ein regelrechter Coup: Er schaffte das absolute Mehr im ersten Wahlgang. Das Nachsehen hatten die FDP und vor allem die SVP. Eine detaillierte Analyse des Wählerverhaltens von Thomas Milic zeigt auf, wie es dazu kam.

Die SeniorInnen – der heimliche Souverän?

Über 65-Jährige weisen die mit Abstand höchste Wahlbeteiligung auf und wählen im Schnitt deutlich konservativer als ihre jüngeren MitbürgerInnen. Aufgrund gestiegener Lebenserwartung und anhaltend tiefer Geburtenrate bilden sie zudem einen immer grösseren Teil der Stimmberechtigten. Ein Experiment mit Selects-Daten zeigt, wie sich die nationalen Parteistärken veränderten, wenn die jüngeren Generationen ihre Wahlcouverts fleissiger retournieren würden.

Männer rund doppelt so häufig an Gemeindeversammlungen

Anders als bei Urnenabstimmungen beteiligen sich unterschiedliche soziale Schichten gleichermassen an Gemeindeversammlungen. Dafür offenbaren sich bei der Versammlungsdemokratie ausgeprägte Geschlechterunterschiede. Dies ergab ein Vergleich der individuellen Beteiligung an Urnen- und Gemeindeversammlungsentscheiden in der Berner Gemeinde Bolligen.