Was Online-Wahlhilfen wie Smartvote können und was nicht

Die im Zuge der Digitalisierung entstandenen Online-Wahlhilfen wie Smartvote sind beliebt. Vor den Wahlen 2015 nutzen sie 84 Prozent der National- und Ständeratskandidierenden und fast jeder 5. Wahlberechtigte. Online-Wahlhilfen versprechen uns Durchblick im Informationsdschungel. Doch können sie ihr Versprechen halten? Die folgenden fünf Punkte erklären anhand des Beispiels Smartvote, was Online-Wahlhilfen können und was nicht.

Direkte Demokratie in Zeiten individualisierter Mediennutzung

Die Veränderungen der Nutzungsgewohnheiten von Nachrichtenmedien führt in der Deutsch- und Westschweiz zwar nicht zu einer größeren Fragmentierung der politischen Öffentlichkeit, aber zu einer qualitativen Verschiebung: Die Tagesschau als zentrales Integrationsmedium wird abgelöst vom Gratismedium 20 Minuten und der indirekten Nachrichtenmediennutzung über Facebook, bluewin.ch und Suchmaschinen.

Am offenen Herzen der Gesellschaft forschen

Ulrike Klinger erforscht die politische Kommunikation auf Social Media. Nicht nur wir Normalbürger informieren uns über Twitter, teilen Persönliches auf Facebook und vertrauen Tinder-Algorithmen unsere Partnerwahl an. Auch Politiker haben Social Media entdeckt und nutzen sie fleissig – könnte man meinen. Doch dem ist nicht so. Wieso Politiker digital alles andere als erfolgreich sind, untersucht die Publizistikwissenschaftlerin der Universität Zürich (IPMZ).