Prévoyance vieillesse : pas de réforme sans compensation !

Des clivages se creusent entre les mots d’ordre des partis et leurs électorats au sujet de la réforme actuelle de la prévoyance vieillesse : les électrices et électeurs du PS favorisent une augmentation de l’âge de la retraite pour les femmes. Les partisans de l’UDC s’opposent aux réductions des rentes du deuxième pilier. En revanche, les sympathisantes et sympathisants des Verts les approuvent. Un regard sur les préférences des adhérents des différents partis, relatives à la réforme de prévoyance vieillesse en cours, montre des données inattendues.

Altersvorsorge: Keine Reform ohne Kompensation!

In der aktuellen Altersvorsorgereform tun sich Gräben auf zwischen Parteiparolen und Wählerschaft: Die Wählerinnen und Wähler der SP unterstützen ein höheres Frauenrentenalter. Die Anhängerschaft der SVP wehrt sich gegen Rentenkürzungen in der zweiten Säule. Die Sympathisantinnen und Sympathisanten der Grünen hingegen befürworten sie. Ein Blick auf die Präferenzen der Parteianhängerschaften in der laufenden Reform der Altersvorsorge zeigt Erstaunliches.

Das SNF-Forschungsprojekt Renten2020: Hintergrund

Arbeiten und einen Teil vom Lohn für’s Alter beiseite legen. Das ist die Idee der Rentenversicherung. Moderne Wohlfahrtsstaaten haben über die letzten Jahrzehnte komplexe Systeme entwickelt, um allen ein Alter frei von materiellen Sorgen zu ermöglichen. Veränderungen der Gesellschaft machen allerdings Reformen nötig. Auch der Bundesrat hat reagiert und will die Altersvorsorge reformieren. Wie dies gelingen kann, untersuchen wir in unserem grossen Forschungsprojekt Renten 2020 – Zukunft gestalten.

Rentenalter 67 hat im Volk schweren Stand

Rentenalter 67 senkt die Erfolgschancen der Reform der Altersvorsorge an der Urne massiv. Das hat der Nationalrat eingesehen. Ein Reformpaket mit Rentenalter 65 für beide Geschlechter hätte hingegen Chancen, vom Volk angenommen zu werden. Um die Erfolgschancen einer Reform der Sozialwerke zu erhöhen, muss dem Volk auch etwas geboten werden. Das zeigen die ersten Resultate unserer mehrjährigen Untersuchung, die das vom Bundesrat initiierte Reformprojekt Altersvorsorge 2020 begleitet.

Das entzauberte Schweizer Parlament – Kompromisse werden zunehmend schwieriger

Die Bundesratsparteien waren sich in den letzten beiden Legislaturperioden deutlich weniger einig als in früheren Zeiten. Die Polarisierung des Parteiensystems hat Auswirkungen auf die parlamentarische Entscheidungsfindung. Für die Parteien sind allerdings nicht alle Vorlagen gleich wichtig. Vor allem die beiden Polparteien SP und SVP sind bei ihren Kernthemen deutlich weniger zu Kompromissen bereit als in Themenbereichen, die für ihre jeweilige Wählerschaft eine geringere Bedeutung haben.